Stadt Sinsheim

Die Stadt Sinsheim im nördlichen Kraichgau wird von den Eisenbahnfreunde Kraichgau auch aus Sicht der Eisenbahn kurz vorgestellt.

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Die Stadt Sinsheim liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar auf halbem Weg zwischen Heidelberg und Heilbronn im nördlichen Kraichgau. Sinsheim ist zwischenzeitlich weltweit bekannt durch das Auto & Technik - Museum, als Fußballbundesliga-Standort mit 1899 Hoffenheim und die Messe Sinsheim. Wahrzeichen der Stadt Sinsheim sind der Stift Sunnisheim, das Alte Rathaus und die Burg Steinsberg im Süden. Seit der Kreisverwaltungsreform von 1973 gliedert sich die Stadt Sinsheim in einen Zentralort und 12 Stadtteile, von denen die drei Stadtteile Hoffenheim, Steinsfurt und Reihen ebenfalls einen Bahnanschluss besitzen. Derzeit laufen die Ausbauarbeiten zur Einführung der S-Bahn RheinNeckar auf der Elsenztalbahn.

Ansicht von Sinsheim (Silhouette)
Ansicht von Sinsheim aus südlicher Richtung vom Steinsberg

Altes Rathaus Sitz der Stadtverwaltung heute Hauptstraße
links: Altes Rathaus; mitte: Sitz der Stadtverwaltung heute; rechts: Hauptstraße

Bahnhofstraße Bahnhofstraße
links: Bahnhofstraße und dem Empfangsgebäude im Hintergrund; rechts: die Bahnhofstraße im weiteren Verlauf als Fußgängerzone

Bahnhof Sinsheim während dem Plandampf
Bahnhof Sinsheim während dem Plandampf im September 2007, also vor dem Beginn der Modernisierung der Elsenztalbahn

Museum Sinsheim Rhein-Neckar-Arena
links: Museum Sinsheim mit Concord; rechts: Rhein-Neckar-Arena

Ansicht von Norden auf das Museum mit Steinsberg und dem Stadion
Auf einen Blick: Museum, Steinsberg und Stadion

Stift Sunnisheim Burg Steinsberg
links: Stift Sunnisheim als Sinsheimer Wahrzeichen; rechts: Steinsberg mit gleichnamiger Burg als Kompass des Kraichgaus

Ansicht auf Sinsheim
Ansicht auf Sinsheim vom Stadion aus in nordwestlicher Richtung

Kurzdaten zu Sinsheim

Einwohner ca. 35 000
Fläche 127 km²
Höhe über NN 154 m
Gemeindeart Große Kreisstadt
Kreis Rhein-Neckar-Kreis,
bis 1973 Landkreis Sinsheim
Bundesland Baden-Württemberg (badisch)
ÖPNV Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN),
Heilbronner Verkehrsverbund (HNV),
RE im 2-Std.-Takt Mannheim-Heilbronn
Bahnlinien Elsenztalbahn:
KBS 706: Neckargemünd - Bad F`hall,
KBS 714: Steinsfurt - Eppingen
Autokennzeichen HD (SNH bis 1973)
Straßen Bundesautobahn A6,
Bundestraßen: B39, B45, B292

Eisenbahn in Sinsheim

Die Eisenbahn erreichte Sinsheim im Jahre 1868. Am 25. Juni war die Eröffnung des Teilstückes der Elsenztalbahn Meckesheim - Sinsheim - Bad Rappenau.

Das Empfangsgebäude

Alle Bahnhofs-Gebäude an der Elsenztalbahn wurden im toskanischem Stil erbaut. Der Fahrdienstleiter war bis 2004 im Empfangsgebäude untergebracht. Im Oktober 2008 entfiel die Besetzung durch Fahrdienstleiter und Stellwerker, da die Elsenztalbahn mit EStw ausgerüstet wurde. Im 1. OG befinden sich noch Übernachtungsräumlichkeiten
Empfangsgebäude aus den 30ern Epfangsgebäude heute
links: das Empfangsgebäude aus den 30ern; rechts: Ansicht heute

Stellwerke

Zwei Hebelstellwerke gibt es im Bahnhof Sinsheim und waren bis Oktober 2008 im Betrieb.
Stellwerk 1 Stellwerk 2
links: Stellwerk 1 auf der Ostseite (Richtung Steinsfurt), dazu gehörte früher auch die Bedienung der Schrankenanlage;
rechts: in Gegenrichtung das Stellwerk 2 auf der Westseite mit Ausfahrsinale in Richtung Hoffenheim

Güterschuppen

Der alte Güterschuppen wurde im Herbst 2005 abgerissen. Eine Interessensgruppe von Sinsheimer Bürgern bemühten sich vergeblich um den Erhalt des Gebäudes.
Güterschuppen Güterschuppen

Fußgängersteg

Der Fußgängersteg überquert zwischen dem Empfangsgebäude und dem bereits abgerissenem Güterschuppen die Gleisanlagen des Bahnhofes Sinsheim. Der Steg ist weit über 100 Jahre alt. Er befindet sich aber erst seit Mitte der 50er Jahre vorigen Jahrhunderts in Sinsheim. Vor dieser Zeit stand er in Heidelberg und überquerte die Gleise des damaligen Hauptbahnhofes. Mit dem Neubau des Heidelberger Hauptbahnhofes sowie der Elektrifizierung wurde der Steg überflüssig und fand schließlich in Sinsheim eine neue Heimat.
Mit der Elektrifizierung der Elsenztalbahn ist der Steg erneut im Weg. Für die Oberleitung ist er zu niedrig und für den Berührungsschutz gegen die 15000 Volt baulich auf zu wackeligen Beinen. Geplant ist ein neuer Fußgängersteg über die Gleise und auch über die Jahnstraße hinweg mit behindertengerechten Zugängen in Form von Aufzügen.
Der alte Steg soll jedoch nicht dem Schneidbrenner zum Opfer fallen. Als neues Zuhause ist das Auto- und Technikmuseum Sinsheim im Gespräch.

Fußgängersteg in Heidelberg Fußgängersteg in Sinsheim
links: Steg im früheren Heidelberger Hauptbahnhof; rechts: der Steg in Sinsheim kurz vor Beginn der Ausbaumaßnahmen

der neue Fußgängersteg in Sinsheim
Eines der zahlreichen Entwürfe des neuen Fußgängersteges in Sinsheim

Übernachtungsheim

Das Übernachtungsheim diente früher für das Zugpersonal zur Übernachtung. Die Übernachtungsmöglichkeit wurde später in das Empfangsgebäude verlagert. Ende 1995 wurde das Übernachtungsheim abgerissen. Der Abriss wurde notwendig, da der niveaugleiche Bahnübergang (hier sehr gut zu erkennen) durch eine Unterführung ersetzt wurde.

Übernachtungsheim Übernachtungsheim
Das Übernachtungsheim vor dem Abriss im Herbst 1995

Der frühere Bahnübergang und die neue Bahnunterführung

Der niveaugleiche Bahnübergang ist im obigen Bild sehr gut zu erkennen. Die herbstliche Romantik läd geradzu zum Träumen ein. Das Bild darunter zeigt eine eher tristlose Betonwüste. Sie ist jedoch zweckmäßig, da die Elsenztalbahn bis Ende 2009 ausgebaut wird und es keine Verkehrschaos in der Stadt Sinsheim durch geschlossene Bahnschranken mehr gibt. Das Google-Map Bild zeigt noch den Zustand in der Bauphase, dass von vor über 10 Jahren aufgenommen wurde.

Bahnunterführung

Das Sinsheimer Bahnhofsgelände

Der Sinsheimer Bahnhof und seine nähere Umgebung ist auf dem nachfolgenden Auschnitt eines Katasterplanes gut zu erkennen. Der dargestellte Zustand dürfte aus der mitte des letzten Jahrhunderts sein.

Katasterplan Bahnhof Sinsheim

 

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Eisenbahnfreunde Kraichgau e.V. 1980-2009 | aktualisiert: 30.07.2009