Infrastruktur

Die Bahn-Infrastruktur ist in drei Bereiche Bahnhöfe, Nebenanlagen und Freie Strecken unterteilt. Als vierte Komponente wäre noch das Faller-Car-System zu erwähnen. Die Bebilderung befindet sich unter der Rubrik Anlagenrevue. Eine Beschreibung zum gegenwärtigen Betriebsablauf befindet sich unter der Rubrik Betrieb & Technik.

Bahnhöfe

Bahnhöfe sind Anlagen, wo Züge beginnen, enden, kreuzen und wenden können. Auf der Modellbahn sind dies der Hauptbahnhof, der Nebenbahnhof, die Zahnrad-Bahnhöfe und die Schattenbahnhöfe.

Hauptbahnhof

Herzstück dieser Anlage ist der Hauptbahnhof. Er besitzt sieben Bahnsteiggleise mit einer maximalen Länge von vier Metern. Parallel schließen sich noch drei Güterzugdurchfahrts- bzw. Abstellgleise an. Die Gleisvorfelder sind so konzipiert, dass von jeder Strecke eine Einfahrt in jedes Bahnsteiggleis möglich ist. Ebenso verhält es sich umgekehrt bei den Ausfahrten. Des Weiteren sind mit dem Einbau von Einfachen Kreuzungsweichen (EKW) die Möglichkeit von Parallel-Ein- und Ausfahrten geschaffen. Als Empfangsgebäude wurde der Bahnhof Bonn ausgewählt. Er ist als Bausatz von der Fa. Kibri erhältlich und wird mehrstöckig erstellt. Als markanter Blickfang wird nach dem Vorbild des Heidelberger Hauptbahnhofes ein großzügig angelegter Querbahnsteig (Ebene +1) integriert. In Verlängerung zum Hauptbahnhof entsteht das Postamt mit Verladegleis.

Gleisvorfeld Ost: Gleisvorfeld Ost              Gleisvorfeld West: Gleisvorfeld West

Gegenwärtig nicht dargestellt sind die Weichennummern.

Der Nebenbahnhof dient als Endbahnhof der Nebenbahn-Strecke (Realisierung nicht vor 2010).

Gleisplan Nebenbahnhof (Entwurf): Nebenbahnhof

Schattenbahnhöfe

Schattenbahnhöfe befinden sich unter der Anlage im nicht sichtbaren Bereich. Zweck und Aufgabe eines Schattenbahnhofes ist, ein Zug fährt hinein und ein anderer fährt heraus. Ein Schattenbahnhof besteht aus vier Gleisen. Mit den Weichenvorfeldern bildet sich ein Gleisbild in Harfenform. Auf der Vereinsanlage sind gegenwärtig acht Schattenbahnhöfe vorgesehen, die sich auf den Freien Strecken folgendermaßen verteilen:

  • 3 x Westbahn
  • 1 x Ostbahn
  • 3 x Paradestrecke (einer in Betrieb)
  • 1 x Eingleisige Hauptbahn (in Betrieb)

Gleisplan Schattenbahnhof: Schattenbahnhof

Bei Schattenbahnhöfen handelt es sich im Prinzip um Bahnhöfe, da Züge dort beginnen, enden, überholt und abgestellt werden können. Die Schattenbahnhöfe werden jedoch betriebstechnisch den Freien Strecken zugeordnet.
Eine Animation zum Betriebsablauf (Einfahrt eines Zuges) gibt es hier: IKON-ppt

Zahnrad-Bahnhöfe

Für die Zahnrad-Bahn gibt es eine Talstation und eine Bergstation. Des Weiteren befindet sich an der Talstation auch das Depot.

Die Freien Strecken

Es folgt eine Beschreibung der einzelnen Bahnstrecken auf dieser Anlage. Der Begriff „Freie Strecke” definiert die durchgehenden Hauptgleise zwischen zwei Bahnhöfen. Zu dieser Gruppe wird zweckmäßig auch die Straßenbahnlinie zugeordnet. Die Zahnradbahn-Strecke hingegen wird den Bahnhöfen zugeordnet.

West- / Ostbahn

Hier handelt es sich um eine zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn, die von West und Ost in den Hauptbahnhof führen. Die Bezeichnungen wurden aus topologischen Gründen gewählt. Die Strecke führt ohne Ablenkung über die Gleise fünf und sechs durch den Hauptbahnhof. An den Wendeschleifen befindet sich zusätzlich eine Verbindungsstrecke. Somit ist es möglich, den Bahnbetrieb nach dem „Hundeknochen”- und nach dem „Kreis”-Prinzip durchzuführen. Die West- / Ostbahn bilden die Basis aller Eisenbahnstrecken auf der Modellbahn-Anlage.

Schemaplan Westbahn: Westbahn              Schemaplan Ostbahn: Ostbahn

Paradestrecke

Eine ebenfalls zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn ist die Paradestrecke. Sie erhält ihren Namen daher, da es möglich ist, einen Zug relativ lange durch den Anlagenraum und später auch im Vorraum auf seiner Fahrt beobachten zu können. Sie beginnt nach dem Weichenvorfeld des Hauptbahnhofes mit einem Überführungsbauwerk über die Westbahn und verläuft entlang der U-Form der Anlage gegenwärtig bis zum Heizkessel auf der gegenüberliegenden Seite. Ein zusätzlicher Abzweig wird die Strecke in den Vorraum führen, um sich dort in einer Zehnfach-Wendel mit anschließendem Schattenbahnhof zu präsentieren. Es ist vorgesehen, die Strecke in das 2. OG des Lokschuppens weiter zu führen.

Schemaplan Paradestrecke: Paradestrecke

Eingleisige Hauptbahn

Sie dient dazu, um den Zugverkehr von der Paradestrecke möglichst zügig abwickeln zu können. Sie verläuft weitestgehend parallel zur Ostbahn.

Schemaplan Eingleisige Hauptbahn: Eingleisige Hauptbahn

Nebenbahn

Sie soll den typischen Nebenbahnbetrieb im ländlichen Raum charakterisieren. Sie führt vom Hauptbahnhof über eine Sechsfach-Wendel zum nächsten "Bahnhof" mit Kreuzungsmöglichkeit. Gegenwärtig verläuft sie weiter über eine provisorische Talbrücke mit anschließender Wendeschleife und Haltepunkt.

S-Bahn-Strecke

Seit Weihnachten 2000 ist die S-Bahn-Strecke mit Leit- und Sicherungstechnik in Betrieb. Im Betrieb können bis zu sechs Züge eingesetzt werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Elektrotriebwagen der Baureihe 420. Auch der ET 423 hat dort mittlerweile seinen Platz gefunden. Ein Teil dieser Strecke befindet sich in einem S-Bahn-Tunnel mit unterirdischem Haltepunkt „HBF-Tief”, wie man sie in den Städten München, Stuttgart und Frankfurt vorfindet. Die S-Bahn-Strecke ist nur über die Ein-/Ausspeisung erreichbar.

Schemaplan S-Bahn-Strecke: S-Bahn-Strecke

Straßenbahnlinie

Ebenfalls mit der Ein-/Ausspeisung ist die Straßenbahnlinie verbunden. Folglich muss sie in Regelspur gebaut werden. Der Streckenverlauf soll einmal am Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhofes vorbeigeführt werden und endet mit einer Wendeschleife etwa auf Höhe der Wagenabstellgruppe. Drei Haltestellen sind auf dieser Linie eingeplant. Gegenwärtig ist Tunnelrampe im Rohbau und die EAS-seitge Wendeschleife erstellt.

Zahnradbahn

Ein Teil der Zahnradbahn-Strecke wurde trassiert und im Bereich zwischen Zahnrad-Bahnhof und Strecke sind die Gleise bereits verlegt.

Nebenanlagen

Wagenabstellgruppe

Sie besteht aus vier Gleisen und befindet sich auf der Westseite des Hauptbahnhofes. In jedes Gleis passen etwa fünf Reisezugwagen. Für Züge des Nahverkehrs ist dies auch völlig ausreichend. Gegebenfalls könnte man noch einen verkappten Interregio (z. B. den IR Rennsteig) dort abstellen.

Bahnbetriebswerk

Das Bahnbetriebswerk soll einmal aus zwei Teilen bestehen:

  • das E-Lok-BW mit Schiebebühne und Rechtecklokschuppen
  • das Diesel- und Dampflok-BW mit Drehscheibe und Ringlokschuppen

Das BW befindet sich auf der Ostseite des Hauptbahnhofes. Zufahrtsgleise sind einmal in Verlängerung zu Gleis 8 und einmal ins Weichenfeld bis zum Gleis 41 vorgesehen. Die Lage und der Aufbau der Behandlungsanlagen für die Lokomotiven und das Verwaltungsgebäude wurden bisher noch nicht festgelegt.

Industriegebiet

Hinter dem Bahnbetriebswerk schließt sich direkt das Industriegebiet an. Es ist etwa gut zur Hälfte fertig gestellt. Dazu gehört dominierend das Hafenbecken mit Lagerhaus, Kranbeladung sowie einem Öl- und Treibstofflager. Dahinter folgt eine Spedition und der Schrotthändler. Die Güterwagenabstellgruppe ist aufgrund des Platzmangels etwas kurzgeraten und besteht auch nur aus vier Gleisen. Weiter ist die Errichtung einer Holzverladung und eine Containerverladung vorgesehen. Jeder Anlieger im Industriegebiet besitzt einen Gleisanschluss. Erreicht wird das Industriegebiet ebenfalls über die Verlängerung von Gleis 8.

Ein-/Ausspeisung (EAS)

Für das Ein- und Aufgleisen von Schienenfahrzeugen, das Testen des Fahrverhaltens und die Ein- sowie Ausspeisung zur Modellbahnanlage ist ein gesonderter Anlagenbereich. Sie befindet sich hinter dem Zentralstellwerk. Von dort aus werden einige Strecken gespeist, wie die Paradestrecke, die S-Bahn-Strecke, die Straßenbahnlinie, der Hauptbahnhof und schließlich das Bahnbetriebswerk über Gleis 114. Für diesen Aufgabenbereich ist ein separater Bedienplatz vorgesehen.

 

Weichensignal
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