Letzte Vorbereitungen vor unserem Saisonhöhepunkt

Nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung der Messe „Faszination Modellbahn“. Wir sind mitten in den letzten Vorbereitungen für die Veranstaltung am Wochenende. Die Jugend wird mit ihrem großen Bahnhofsmodul „Bahnhof Sinsheim“ auf der Messe vertreten sein. Wir öffnen die Tore am Lokschuppen und zeigen unsere Modellbahnanlage im 1. Obergeschoss den Besuchern.

Die Umstellung auf den digitalen Zugbetrieb unserer Modellbahnanlage läuft weiterhin auf Hochtouren.

Nach rund einem halben Jahr Bauzeit, etlichen hundert Meter Kabel und tausende Arbeitsstunden konnten wir am vergangenen Modellbahnfahrtag,  zum dritten Advent,  den digitalen Zugbetrieb auf unserer Modellbahnanlage in Betrieb nehmen. Nur wenige Tage davor wurde die Umstellung fertig. Kleine, aber entscheidende Fehler im System sorgten am vergangenen Fahrtag noch für das eine oder andere Problem auf der Anlage. Nun weitere hunderte Stunden später läuft der digitale Zugbetrieb, bis auf ein paar Feinheiten, reibungslos. Unsere Modellbahnanlage hat ihre bunte Vielfalt von Zügen wieder zurück. Mit rund 30 verschiedenen Zügen werden wir am Wochenende bei unseren Modellbahnfahrtagen auf der Anlage unterwegs sein. Der analoge Zugbetrieb ist endgültig Geschichte auf unserer Modellbahnanlage.

Was hat sich auf der Anlage verändert?

Neben der Umstellung auf den digitalen Zugbetrieb wurde auch an der Landschaft weiter gebastelt. Das in die Jahre gekommene Bergdorf an der Gleiswendel wird derzeit noch restauriert. Ebenso der dazugehörige Bahnhof „Bahnhof Berg“ der nicht elektrifizierten Nebenbahn. Im weiteren Verlauf wurde auch am Neubau „Südflügel“ weitergebaut. Ebenso wurden weitere Tests an der Zahnradbahn,  am Eingang der Modellbahnanlage durchgeführt und dessen Bahnhof im Tal aufgewertet.

Was hat sich durch die Umstellung auf den digitalen Zugbetrieb verändert?

Der digitale Zugbetrieb verschafft sehr viele Vorteile in der Zugsicherung sowie Steuerung der Modellbahnanlage. Durch die vielen Hersteller (u. a. Märklin, Roco, Fleischmann, Piko) haben wir sehr unterschiedliche Lokomotiven und Triebwagen im Einsatz. Jede Lok hat ihre persönlichen Eigenschaften, Fehlern und Geschwindigkeiten. Im analogen Zugbetrieb rasten Dampfloks über die Anlage, hingegen manche moderne Diesellokomotive kam kaum vom Fleck. Manche Loks bleiben abrupt stehen, wenn der Strom weg war, andere brauchten hierzu mehrere Meter Auslaufweg. Das machte die Züge nur bedingt kontrollierbar. Durch die Umstellung können wir diese „Fehler“ nun besser eingrenzen. Jede Lokomotive bekommt ihren angepassten Strom um eine reale Geschwindigkeit auf der Modellbahnanlage fahren zu können. Dampfloks fahren nun in einem gemütlichen Tempo. Schnellzüge im entsprechend schnelleren Tempo.

Auch die Zugsteuerung und Zuglenkung ist durch die Umstellung besser. Derzeit testen wir an einem System das den Betrieb auf der nichtelektrifizierten Nebenbahn komplett automatisiert. 4 Züge werden zeitgleich auf der Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Neubau „Südflügel“ unterwegs sein, mit automatischem Fahrtrichtungswechsel. Durch die Optimierung und Verbesserung der Zugsteuerung können wir zukünftig Züge auch punktgenau im Bahnhof oder vor Signalen zum Stehen kommen lassen. Dass Züge mitten im Gleisvorfeld stehenbleiben ist dann Geschichte.

Was ist mit der S-Bahn?

Unsere S-Bahn wurde nach dem Modellbahnfahrtag an Ostern 2016 außer Betrieb genommen. Die Steuerung der S-Bahn war über all die Jahre eine Insellösung. Nach Fertigstellung des digitalen Zugbetriebs auf der Anlage wird bekommt die S-Bahn dasselbe System. Die Umstellung wird in diesem Sommer erfolgen.